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Bosch in Österreich
Teamwork im EMV-Labor

Gewährleistung elektromagnetischer Verträglichkeit für sichere Fahrzeugelektronik

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Am Standort in Wien betreibt Bosch ein Testlabor für elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). In diesem Labor arbeiten rund 50 Entwicklungsingenieur*innen daran, dass die Elektronik in Autos auch in der Nähe von starken elektromagnetischen Strahlungsquellen wie zum Beispiel Handymasten oder Fernseh- und Radiosendern einwandfrei funktioniert. Ganz einfach gesagt: Alle elektrischen Geräte senden im normalen Betrieb elektromagnetische Wellen. Diese müssen in einem gewissen Rahmen bleiben und dürfen andere Geräte in ihrer Funktion nicht beeinträchtigen bzw. dürfen die Komponenten selbst von anderen Geräten nicht gestört werden. Wenn man das Radio einschaltet, darf der Motor nicht gestört werden – und umgekehrt. Diese Geräte und Komponenten werden in abgeschirmten Hallen am Bosch-Standort in Wien getestet. Die elektromagnetische Verträglichkeit kann nicht zu 100 % berechnet werden, daher muss jede Komponente einzeln getestet werden, bis dann zum Schluss das ganze Auto geprüft wird.

In den akkreditierten EMV-Laboren werden vorwiegend Motorsteuergeräte getestet, aber auch Radios, Lichter, Radar-Sensoren sowie diverse Komponenten für das autonome Fahren. Auch für die E-Mobilität ist das Labor bestens gerüstet. Dazu wurde vor kurzem ein neuer Prüfstand von Bosch Rexroth angefertigt. Automobilhersteller auf der ganzen Welt nutzen die Expertise des Teams in Wien.

Gemeinsame Sache von Projektstart bis Projektende

Damit diese Tests reibungslos ablaufen, ist Teamwork gefragt. Marcus Berger und Haris Dolovcic geben uns einen Einblick in ihre Arbeit.

Marcus ist Sieger des Technik fürs Leben-Preis (neu: Bosch Innovationspreis) und mittlerweile seit fünf Jahren bei Bosch tätig. Gemeinsam mit seinem Team führt er im Labor die Verträglichkeitstests durch. Neben seiner Aufgabe als Messmitarbeiter ist Marcus verantwortlich für alle Hochvolt-Themen – dazu zählen auch diverse Tests von Elektromobilitätskomponenten. Er kümmert sich um die Wartung der Testgeräte und bereitet das benötigte Equipment entsprechend der jeweiligen Testpläne vor und führt die Tests dann durch.

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Die Erstellung der Testpläne sowie die Koordinierung der einzelnen Projekte ist Aufgabe von Haris und seinen Kolleg*innen. Haris ist die direkte Ansprechperson für die Kunden und erarbeitet gemeinsam mit ihnen die Testpläne. Darin ist unter anderem festgelegt: Testgegenstand, Testverfahren, erforderliche Parameter, benötigte Aufbauten sowie gewisse Eigenheiten zum Projekt.

Treten während der Erprobung Abweichungen auf, stecken Marcus und Haris die Köpfe zusammen. „Wir analysieren den Fehler und erarbeiten gemeinsam Lösungsvorschläge. Schritt für Schritt gehen wir alles durch und tasten uns heran. Haben wir die Lösung gefunden, gebe ich dem Projektteam sowie dem Kunden die entsprechende Rückmeldung“, so Haris.

Vielfältige Aufgaben und Herausforderungen

An seinem Job mag Marcus vor allem die Abwechslung und das selbstständige Arbeiten: „Jedes Projekt ist etwas Neues. Wir testen nicht nur Steuergeräte, sondern auch Scheinwerfer sowie Infotainmentsysteme der verschiedenen Hersteller. Ich führe meine Projekte und Messungen selbstständig durch und kann mir meinen Tag selbst einteilen. Durch meinen Job bin ich auch immer am neuesten Stand, was sich im Automotive-Bereich tut.“

Haris ist vor zwei Jahren – also mitten in der Corona-Pandemie – in das Bosch-Team gekommen. Die Einarbeitung fand zur Gänze remote statt, was gerade im ersten Job nach Schule und Studium eine Herausforderung war. Der Aufgabenbereich ist für Haris nach wie vor sehr aufregend: „Man lernt sehr gut, wie man strukturiert plant und arbeitet. Ich habe hier nun erste Managementaufgaben mit dem großen Vorteil, dass ich auch praktisch arbeiten kann. Auch die Kommunikation und die Präsentation gegenüber dem Projektteam sowie den Kunden ist immer wieder eine spannende Challenge, bei der ich viel lernen kann.“

Teammitglieder gesucht

Die Teams von Haris und Marcus sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Nach wie vor wird nach Verstärkung gesucht. Gefragt sind vor allem Absolvent*innen technischer HTL sowie Personen aus Hochschulen – vor allem von Fachhochschulen oder der TU Wien. Die beiden sind sich einig: In ihren Jobs ist Kommunikation das A und O. Wer kommunikativ ist, gerne im Team arbeitet und selbstständig ist, ist hier richtig.

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